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Sinti

Seit rund 600 Jahren leben Sinti als Minderheit in Mitteleuropa. Sie bilden eine Untergruppe der Roma und haben eine eigene Sprache und Kultur.

Von der Mehrheitsbevölkerung wurden sie – gemeinsam mit den Roma und Jenischen – als "Zigeuner" bezeichnet, erfuhren immer wieder Diskriminierung und Verfolgung. Der Begriff "Zigeuner" wurde früher üblicherweise von der Bevölkerung und den Behörden verwendet, stellt jedoch eine abwertende Bezeichnung dar und dient bis heute als Schimpfwort, weshalb er von den Betroffenen als Selbstbezeichnung abgelehnt wird.

Ihre Existenzgrundlage fanden Sinti in Wanderberufen und in einer nichtsesshaften Lebensweise. Auf ihren Reisen kamen sie auch in die ländliche Region um Buchen, lagerten dort für eine gewisse Zeit und zogen dann weiter.

Im Nationalsozialismus wurden Sinti ebenfalls systematisch verfolgt und ermordet. Bisher sind 3 männliche und 1 weibliche, in Buchen oder in einem der heutigen Stadtteilen geborene Sinti bekannt, die in unterschiedlichen Konzentrationslagern ermordet wurden.

 

Opfergruppe der Sinti

Anna Birkenfelder (Repro: Bezirksmuseum Buchen)

Anna Birkenfelder

Buchen

geb. 08. August 1886 in Eberstadt,
gestorben 11. November 1943 in Ausschwitz

Konrad Kreuzer

Buchen

geb. 19. November 1928 in Buchen,
gestorben 29. April 1943 in Ausschwitz

Franz Reinhardt in den 1930er Jahren. (Repro: Bezirksmuseum Buchen, Bildarchiv Karl Weiß)

Franz Reinhardt

Buchen

geb. 6. Feb. 1891 in Buchen,
gestorben 8. März 1940 in Buchenwald

Eugen Steinberger

Buchen

geb. 1. April 1919 in Buchen,
gestorben 26. Juni 1943 in Ausschwitz