Karl Josef Brümmer
Buchen
geb. 24. Juni 1870 in Buchen,
gestorben 20. Okt. 1944 in Dachau
Bereits vor 1933 existierte mit dem Paragraph 175 des Reichsstrafgesetzbuches von 1871 ein Instrument zur strafrechtlichen Ahndung homosexueller Handlungen zwischen Männern.
Im Jahr 1935 wurde dieser Paragraf durch das NS-Regime verschärft. Nun wurden nicht nur "beischlafähnliche", sondern jegliche "unzüchtige Handlungen" zwischen Männern bestraft. Im Fokus der NS-Verfolgung standen insbesondere männliche Homosexuelle. Lesbische Sexualität berurteilten die Nationalsozialisten als weniger gefährlich.
Zwischen 1933 und 1945 wurden etwa 50.000 Männer wegen homosexuellen Handlungen von Strafgerichten verurteilt. Weit über 10.000 der Verurteilten wurden nach der Haftzeit in "Vorbeugehaft" genommen und in Konzentrationslager verschleppt. Die Sterblichkeitsrate der homosexuellen KZ-Häftlinge, die mit einem rosa Winkel gekennzeichnet wurden, war extrem hoch. Tausende von ihnen überlebten die Bedingungen in den Lagern nicht.
Aus der Stadt Buchen und den heutigen Stadtteilen ist bisher 1 Person bekannt, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung Opfer der NS-Verfolgung wurde. Karl Josef Brümmer aus Buchen verstarb 1944 im KZ-Dachau.
Buchen
geb. 24. Juni 1870 in Buchen,
gestorben 20. Okt. 1944 in Dachau